1. Die Mär das die so genannten Originalprodukte (OEM) besseren Toner verwenden als die Anbieter von Alternativprodukten (Rebuilt, kompatibel etc.).
Weltweit produzieren maximal 10 Rohstofflieferanten (Tonerhersteller) das Grundmaterial für die Herstellung von Tonerkassetten. Diese Hersteller sind unabhängig und beliefern gleichermaßen OEM Hersteller und Alternativanbieter. Der Rest ist teuer bezahltes Marketing zu Lasten des Endverbrauchers. Bei Tintenpatronen hat sich inzwischen "herumgesprochen", dass der Liter mit ca. 1.700,00 € die wertvollste Flüssigkeit der Welt ist.
2. Der Spruch von den Nüssen die mehr Nickel enthalten als Toner.
Die Druckerhersteller sehen es natürlich gar nicht gern, wenn Prüfinstitute oder Umweltverbände in ihre (nach eigenem Bekunden) "saubere Toner-Suppe" spucken. Mit markigen PR-Sprüchen wie "Nüsse enthalten mehr Nickel als Toner" wird versucht, den Ball möglichst flach zu halten. Dr. Frank Jungnickel formuliert es etwas spitzzüngiger und spricht von "bewusster Vernebelung". "Die OEMs sind z. T. richtig sauer auf uns", so der LGA-Fachzentrumsleiter. Wen wundert's? Steht doch auf der LGA-Homepage zu lesen: "Die häufig gestellte Frage, ob Originaltoner im Durchschnitt weniger schadstoffbelastet sind als Nachahmerprodukte (Refiller), muss nach unseren Untersuchungen verneint werden."
3. Der Trick mit dem Verlust der Garantie.
Würden Sie sich von Ihren Autohersteller die Benzinmarke vorschreiben lassen? Sicher nicht, aber es gibt immer noch genügend Anbieter die mit Garantieverlust beim Einsatz alternativer Produkte drohen.
"Die Garantie des Druckers erlischt in keinem Fall, auch wenn die Hersteller das behaupten", sagt Jenny Braune Produkttesterin von der Stiftung Warentest. Weiterhin werden Äpfel mit Birnen verglichen, denn die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren ist nicht gleichzusetzen mit der einjährigen Herstellergarantie.
4. Der Trick mit den Markennamen.
Wie immer im Leben sollte man auch das "klein gedruckte" lesen, denn viele Hersteller vertreiben unter Ihrem Namen kompatible (Rebuilt) Toner was den Eindruck erweckt, dass der Anwender ein neues Produkt erhält. Achten Sie auf Hinweise wie:
"Enthält neue und/oder getestete wiederaufbereitete Komponenten"
5. Preisvergleiche bei kompatiblen Tonerkassetten sind einfach.
In Zeiten mit großem Kostendruck für Unternehmen und Verwaltungen führt die gängige Praxis kompatible Produkte ausschließlich nach dem Preis zu vergleichen zu kontraproduktiven Effekten. Denn: Mit der im Januar 2001 herausgegebenen DIN 33870 liegt eine Norm vor, die grundsätzliche Qualitätsstandards sicherstellt.
Im Unterschied zur Wiederaufarbeitung erfolgt bei der einfachen Wiederbefüllung kein Austausch von Verschleißteilen, sondern lediglich eine Reinigung vor der Wiederbefüllung. Wir empfehlen zumindest bei Tonerkartuschen den Griff zu wiederaufbereiteten Produkten.
6. Kompatible Toner werden maschinell hergestellt.
Rebuild/Remanufactured Produkte sind im Grunde genommen "Handarbeit" , da die Anzahl der notwendigen Arbeitsschritte vielfältig ist. Bei ca. 30-40 Arbeitsschritten und ca. 10.000 verschiedenen Produkten müsste eine "Eierlegende Wollmilchsau" erfunden werden.
7. Wer hat Angst vor ökologischer Beschaffung?
Das weit verbreitete Vorurteil emissionsarme Toner sind für die öffentlichen Einkäufer ein Beschaffungsrisiko wurde erst neulich wieder widerlegt.
Der Informationstag "Umweltgerechte Vergabepraxis" fand am 10. Februar 2005 gemeinsam mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben, dem Bundesverband für Umweltberatung e.V. und dem Umweltbundesamt statt. Bei der Tagung ging es um die Frage, in welchem Umfang öffentliche Auftraggeber bei ihren Beschaffungen Umweltkriterien fordern dürfen - und wo eine unzulässige Einschränkung des freien Wettbewerbs beginnt. Das Fazit: Umweltbelange können in Vergabeverfahren sehr weit gehend berücksichtig werden. Eine ganz andere Frage ist jedoch, in welchem Umfang tatsächlich auch umweltgerecht beschafft wird. Erfreulich ist, dass dies in zunehmendem Maße automatisch geschieht; nämlich dann, wenn die ökologische Produktalternative auch hinsichtlich der Kosten erste Wahl ist.
8. Was sagen Normen und Zertifizierungen aus?
Viele Hersteller von Rebuild/RefillProdukten (aftermarket products) investierten viel Geld in die Zertifizierungen Ihrer Unternehmen und deren Produkte.
Internationale Normen (SMTC,ISO und DIN) die die Druckleistung der Patronen und Toner
festlegen soll:
Hier gibt es keine Kontrollen durch Behörden und Institutionen, dies ist eine reine Selbsterklärung !
Nationale technische Prüfzertifikate und Umweltkonformitätserklärungen (Blauer Engel,LGA,BG):
Hier wird nur Stichpunkartig geprüft, weil die Kosten der Prüfung aller Produkte den finanziellen
Rahmen sprengen würde. Das Ergebniss wird aber marketingtechnisch für alle Produkte angewendet und zu Lasten des Konsumenten "ausgeschlachtet".
Normen DIN EN ISO 9001:2000 für Qualitätsmanagement:
Dies Norm prüft nur den betrieblichen Ablauf, nicht die Produktqualität. Was hat ein Gabelstapler oder eine Warenwirtschaftssystem sowie eine funktioniernde Klimakammer mit Produktqualität zu tun ?
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