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Toner macht nicht krank

11.01.2008 | Gesundheit

Der Toner in Laserdruckern und Fotokopierern verursacht einer Studie der Universität Gießen zufolge offenbar keine Atemwegprobleme. "Eine der Fragestellungen der Studie war: Ist der Toner schuld an Schleimhautreizungen, juckender Nase und Augen oder Husten? Das können wir jetzt eindeutig verneinen", sagt Irene Lukassowitz, Sprecherin des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), das die Studie in Auftrag gegeben hatte: "Der Toner ist es nicht."

Es gebe allerdings wenige, besonders empfindliche Menschen, die auf das Partikelgemisch in der Abluft der Geräte mit gesundheitlichen Problemen reagierten. Was die Ursache ist, sei allerdings unklar. Schwermetalle und leichtflüchtige Substanzen wie Benzol oder Toluol seien zwar gemessen worden, "aber die sind alle unter den erlaubten Grenzwerten."

Messbar sei beim Betrieb der Geräte allerdings eine erhöhte Konzentration feiner und ultrafeiner Staubpartikel in den Büroräumen. "Da sammelt sich in den ausgeschalteten Geräten über Nacht offenbar eine Menge Staub an, der dann nach dem Einschalten morgens in einem so genannten initial burst in den Raum gepustet wird. Durch die Erwärmung und die Bewegung der Walze beim Drucken oder Kopieren gibt es dann weitere Emissionen, die dann im Lauf des Tages wieder nachlassen", so Lukassowitz.

Dies sei "als hygienisch, wenn nicht gar gesundheitlich bedenklich" zu werten, heißt es in der Studie. Die ultrafeinen Staubpartikel kämen als Ursache für gesundheitliche Irritationen bei besonders empfindlichen Mitarbeitern infrage, so Lukassowitz. Die Gesundheitsbeschwerden der für die Studie untersuchten Büromitarbeiter ähnelten dem "Sick-Building-Syndrom", das zu Schleimhautproblemen führen kann.

"Geräte separat stellen"

"Wo öfter als zwei, drei Mal am Tag gedruckt wird, sollten die Geräte deshalb in separate, gut belüftete Räume gestellt werden", rät sie. Auch eine regelmäßige Wartung und Reinigung senke die Feinstaub-Emissionen gewaltig.

Welche Auswirkungen erhöhte Feinstaubbelastung im Innenraum auf die Gesundheit habe, "wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit genauer untersucht werden", so Lukassowitz. Noch gebe es dazu jedoch wenig Erkenntnisse. Das BfR plane keine weitergehende Studie. "Da ist das Arbeitsministerium zuständig." Ein nächster Schritt könne sein, sich die wegen ihrer Tropfenform in der Studie "bubbles" genannten Partikel, die vereinzelt gefunden wurden, genauer vorzunehmen. "Studienleiter Volker Mersch-Sundermann vermutet, dass sich dabei um Walzenabrieb oder Silikonöl von der Walze handelt."

Für die Studie maßen die Forscher zwischen Januar und Oktober 2006 in 63 ausgewählten Büroräumen die Raumluft und untersuchten 69 Menschen, die dort arbeiteten.

Frauke Haß

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