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Emissionen aus Laserdruckern

26.05.2004 | Schadstofftests

Seit ca. 4 Jahren wird über gesundheitsschädliche Emissionen aus Laserdruckern berichtet und in
verschiedenen Medien äußerst kontrovers diskutiert.

Etwas vergröbernd kann man die daran Beteiligten in drei Lager einteilen:

  • I. In der Interessengemeinschaft Tonergeschädigter haben sich Personen
    zusammengeschlossen, die unter gesundheitlichen Beschwerden leiden und diese auf die
    Emissionen von Laserdruckern, bzw. auf den Kontakt mit Tonern zurückführen. Welche
    Komponenten bzw. Inhaltsstoffe hierbei ursächlich sind und auf welche Weise sie wirken,
    konnte bisher jedoch nicht aufgekl ärt werden.
  • II. Einige Testzeitschriften berichteten über Emissionsmessungen an Laserdruckern und über
    Toneranalysen. Dabei wurde festgestellt, dass sich die einzelnen Druckertypen und auch die
    Toner deutlich in ihrem Gehalt an bestimmten Inhaltsstoffen unterscheiden. Im Fokus stehen
    dabei flüchtige organische Verbindungen (vor allem Benzol und Styrol) und einige
    Schwermetalle bzw. Schwermetallverbindungen. In den meisten Fällen wurden keine
    Untersuchungen über die Bioverfügbarkeit durchgeführt. Bei erhöhten Konzentrationen wurde
    in einzelnen Publikationen trotzdem eine Gesundheitsgefahr angenommen.
  • III. Die Hersteller betonen, dass beim bestimmungsgemäßen Umgang mit Laserdruckern und
    Tonerkartuschen und Einhaltung der Sicherheitshinweise keine Gesundheitsgefahr besteht. In
    dieser Auffassung werden sie von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft und dem
    Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitssicherheit (BIA) unterst ützt. Dabei wird unter anderem auch auf die Anforderungen des Umweltzeichens „Blauer Engel“ (RAL-UZ 85) Bezug
    genommen, welche von zahlreichen Laserdruckern eingehalten werden.

Unstrittig ist, dass Laserdrucker während des Druckprozesses flüchtige organische Verbindungen
(FOV), Ozon und Tonerstaub emittieren. Offensichtlich ist auch, dass sich die einzelnen Druckertypen in ihren Emissionsraten (ausgestoßene Menge pro Zeiteinheit) deutlich unterscheiden.
Dissens besteht über die Höhe dieser Emissionen und über deren Gefährdungspotenzial.

Frank Jungnickel, Alexandra Kubina; Ökologische Produktprüfung, LGA

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