Im Zuge der aktuellen Feinstaubdiskussion wird auch die Frage diskutiert, ob der Betrieb von PC-Laserdruckern feine Partikel (Partikeldurchmesser von 0,1 bis 10 Mikrometern (μm) – ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter) und ultrafeine Staubpartikel (Partikeldurchmesser < 0,1 μm) in die Innenraumluft freisetzt. Das zur Zeit angewendete „Prüfverfahren für die Bestimmung von Emissionen aus Hardcopygeräten“ zur Vergabe des Umweltzeichens „Blauer Engel“ schreibt vor, die Staubemissionsrate gravimetrisch – das heißt nach Gewicht – zu bestimmen. Danach darf ein Gerät bei einer standardisierten Prüfung und ununterbrochenem Druckbetrieb nicht mehr als 4 Milligramm (mg) Staub pro Stunde ausstoßen. Diese gravimetrische Messmethode lehnt sich an die gesetzlichen Regelungen für die Messungen in der Außenluft an. Sie liefert jedoch keine Auskunft darüber, in welchem Umfang das Drucken ultrafeine Partikel freisetzt, denn diese tragen kaum zur Masse bei. Feine Partikel können aber bei hoher Partikelzahl gesundheitlich relevant sein. Die Zahl der Partikel zu messen, ist im Hinblick auf die Bewertung möglicherweise hilfreicher, als die Masse zu bestimmen.
Das Umweltbundesamt (UBA) hat daher stichprobenartig in einer Prüfkammer und in einem Büroraum die Emissionen (Partikelzahl) feiner und ultrafeiner Partikel beim Betrieb handelsüblicher Laserdrucker unterschiedlicher Herkunft und Alters gemessen. Im Folgenden wird über die Ergebnisse der Messungen berichtet. Die Ergebnisse sind lediglich beschreibender und vergleichender Art. Sie liefern zunächst keine Aussage über die Art und chemische Zusammensetzung der Partikel und darüber, welches Gesundheitsrisiko die freigesetzten Partikel in sich bergen – ja ob der Druckerbetrieb überhaupt zu einem zusätzlichen Gesundheitsrisiko führt. Dazu bedarf es weiterer und intensiverer Untersuchungen unter realen Bedingungen (Druckerbetrieb in normalen Büro- und Wohnräumen, Einfluss der Raumgröße, des Luftwechsels, von Senken, Sekundärquellen im Raum etc.) und einer genauen Risikoanalyse und -bewertung.
Umweltbundesamt