Wieder hat es ein Test an den Tag gebracht: Toner für Laserdrucker können gefährliche Schadstoffe enthalten. So hat die Zeitschrift "Computerbild" sechs günstige Farblaserdrucker von der Landesgewerbeanstalt Nürnberg (LGA) auf ihre Schadstoffbelastung untersuchen lassen. Im Tonerpulver von vier Farblaserdruckern wiesen die Tester zinnorganische Verbindungen, in zum Teil extrem hohen Konzentrationen, nach. Sogar Azofarbstoffe konnten die Tester in zwei Proben nachweisen.
Für den Bundesverband für Umweltberatung bfub e.V. steht daher fest: Es wird zu viel diskutiert und zu wenig gehandelt. Im Sinne des vorbeugenden Gesundheits- und Umweltschutzes sind Toner so zu produzieren, dass sie die Gesundheit des Menschen nicht schädigen können. So gibt es nicht genügend Informationen, wie sich das Schadstoffrisiko beim Wechselspiel von Toner und Drucker verhält. So mag ein Toner durchaus nach dem besten technischen Wissen hergestellt sein, aber trotzdem werden beim Gebrauch des Toners im Laserdrucker Schadstoffe freigesetzt. Auch scheint es schwierig zu sein, eine gleich bleibende Qualität des Toners sicherzustellen. Seit fast acht Jahren geht die LGA diesen Fragen nach. Schon vor Jahren entwickelte sie das Prüfsiegel "LGA-schadstoffgeprüft" für Toner. Produkte, die dieses Siegel erhalten, müssen sich regelmäßigen Überprüfungen stellen. Einen Blauen Engel gibt es für wiederbefüllte Toner und für Laserdrucker. Diese Label sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber eine Garantie für Schadstoffreiheit gibt es zur Zeit leider noch nicht.
Um die Risiken also möglichst gering zu halten, sollten Laserdrucker in gesonderten Räumen aufgestellt werden. Außerdem müssen sie regelmäßig durch Fachbetriebe gewartet werden. Wer die Anschaffung von Laserdruckern oder neuen Tonern plant, ist gut beraten sich auf jeden Fall Schadstoffanalysen und Produkttests vorlegen zu lassen.
Bundesverband für Umweltberatung (bfub) e.V.